RATGEBER

Optimales Sehen bedeutet mehr Sicherheit, Spaß und Erfolg beim Sport!

Laut Allensbacher Studie waren im Jahr 2002 1,6 Mio. Kinder zwischen 2 und 15 Jahren fehlsichtig. Unter den rund 13 Mio. schulpflichtigen Kindern sind demnach 1,2 Mio. fehlsichtig. Diese Kinder nehmen am Schulsport teil und sind häufig auch mit ihren Eltern sportlich unterwegs. Bei all diesen Aktivitäten haben "normale" Brillen, vorrangig aus Metall, nichts zu suchen. Die Verletzungsgefahr ist zu hoch.

Mit der richtigen Sportbrille erhalten Kinder mehr Bewegungsfreiheit. Sie müssen nicht auf ihre "teure" Alltagsbrille aufpassen. Keine Brille zu tragen ist die schlechteste Lösung. Mit einer speziellen Sportbrille kann sich ein Kind anders bewegen. Durch den unkomplizierten Umgang mit der Sportbrille werden die motorischen Fähigkeiten der Kinder verbessert. Ein Kind, das nicht gut sehen kann, kann sich nicht optimal entwickeln. Die Leistungsfähigkeit und der Spaß am Sport steigen.

Im Skisport ist es zusätzlich wichtig, dass die Augen vor Kälte, Sonne und UV - Strahlung geschützt werden. Auch wenn keine Fehlsichtigkeit vorliegt. Im Skikurs wird darauf geachtet dass Kinder einen Helm tragen. Ebenso wichtig ist die passende Brille. Mit den richtigen Filtern. Eine normale Sonnenbrille mag sehr schick aussehen, bietet jedoch keinen Schutz gegen UV Strahlen, da sie nicht komplett am Gesicht anliegt. Schnee reflektiert zu 90 % der sichtbaren und unsichtbaren Strahlen. Das führt zu Blendung und Gefährdung der Bindehaut am Auge. Schnell kann es zu Verblitzung kommen. Verblitzung könnte man einem Sonnenbrand gleichsetzen. Es ist extrem schmerzhaft und wird nicht sofort bemerkt, sondern mit Zeitversetzung. Hervorgerufen wird diese Verletzung von UV Strahlen, die auf das ungeschützte Auge treffen.

Eine Skibrille schützt auch vor Kälte. Kalte Luft trocknet die Augen aus. Das führt zu tränenden Augen, was wiederum die Sehleistung herabsetzt. Die Brille hält Wind und Fahrtwind ab. Werden Augen über einen längeren Zeitraum ausgetrocknet wird die Bindehaut gereizt und es kommt zu eine Bindehautentzündung. Diese ist schmerzhaft, es ist ein Gefühl als sei Sand in den Augen.

Die Verletzungsgefahr durch Brillen an denen sich Metallteile befinden ist sehr hoch. Bei einem Sturz kann es zu Schnittwunden durch Metallteile kommen. Außerdem brechen herausragende Metallteile, wie Nasenauflagen, leicht ab und können sich dann in die Haut bohren. Eine Skibrille ist absolut verletzungssicher. Sie ist gegen das Gesicht mit einer weichen Schaumstoffauflage versehen. Das Material ist biegbar und stoßfest.

Kinder haben noch einen hohen Eigenschutz vor hellem Licht. Ihre Augen arbeiten ohne Stress. Deshalb dürfen Skibrillen für Kinder keine dunklen Scheiben haben. Ideal sind orange oder rosafarbene Filter, die das Skifahren auch bei schlechter Witterung erlauben.

zur Verfügung gestellt von: Elisabeth Gandl-Schiller, Augenoptiker-Meisterin

Mittlerweile gibt es auch für die ganz Kleinen Skijacken, Hosen und Anzüge aus wasserdichten, atmungsaktiven und schmutzabweisenden Materialien. Denn gerade für Kinder ist es sehr wichtig, dass sie nicht nach kurzer Zeit durch eindringende Nässe oder Kälte frieren und deshalb keine Lust mehr haben weiter Ski zu fahren. Eine Funktionsunterwäsche mit Hemd und langer Unterhose verhindert beim Schwitzen das feuchte Gefühl auf der Haut und bietet die beste Ergänzung zur funktionellen Oberbekleidung.

Die wärmsten und die wasserdichtesten sind die besten! Es gibt kaum Schlimmeres für Kinder als vor Kälte schmerzende Finger. Auch für Kinder gibt es Handschuhe mit Gore-Tex oder Sympatex-Ausstattung. Am wärmsten sind nach wie vor Fäustlinge, aber damit kann man nicht gut Schneebälle formen, hat man kein gutes Gefühl für den Skistock und tut sich beim Umgang mit dem Skipass am Einstieg zum Skilift schwer. Die Bündchen müssen dicht schließen, damit kein Schnee eindringt.

Durch Tragen eines Helms reduziert sich das Risiko einer Kopfverletzung bei einem Sturz oder eines Zusammenstoßes um bis zu 75 %.

Wir empfehlen daher: Beim Ski- und Snowboardfahren immer einen Helm tragen.

Schon seit mehr als 5 Jahren tragen alle unsere Lehrer bei allen Kursen als gutes Vorbild einen Helm.

1. Achten Sie auf die Normbezeichnung EN 1077 A/B
2. Der Helm muss gut sitzen, sollte weder wackeln noch drücken und auch mit Sonnen oder Skibrille bequem zu tragen sein.
3. Den Helm vor dem Kauf unbedingt selbt probieren.
4. Tauschen Sie den Helm spätestens alle 5 Jahre aus.

Es gibt noch keine Norm für Rpckenprotektoren beim Ski- und Snowboardfahren.

Rückenprotektoren können, abhängig von Konstruktion und Material und nur wenn sie optimal der Körpergrösse angepasst sind,

- die Wirkung von direkten Schlägen auf den Rücken dämpfen, - die Einwirkung eines spitzen Gegenstandes (z. B. einer Skispitze, Stein etc.) mindern.

Was der Rückenprotektor nicht kann:

Der Rückenprotektor bietet keinen Schutz
- bei axialen Schlägen auf das Steissbein und den Kopf
- beim Abknicken der Halswirbelsäule
- bei starken Rotationskräften auf den Rumpf.

Der Rückentprotektor wird vor allem beim Fahren in Snowparks, Pipes, auf Rails und Obstacles, bei Sprüngen oder beim Boardercross sowie abseits der Pisten, da dort das Risiko einer Landung auf den Rücken aus der Höhe deutlich wahrscheinlicher ist als beim freien Fahren auf der Piste.

Insbesondere ein Thema für die Snowboardanfänger.

Viele Verletzungen können durch da Tragen einess geeigneten Handgelenkschoner vermieden werden.

Der Handgelenkschutz muss über ein handflächenseitig (Handfläche, Handgelenk- und Unterarm-Innenseite) positioniertes Stabilisierungselement verfügen.
- Das Stabilisierungselement muss Richtung Hand bis zur Handbeugefalte reichen, aber nicht bis zu den Fingern.
- Das Stabilisierungselement muss Richtung Ellbogen bis zur Mitte des Unterarms reichen.
- Das Stabilisierungselement soll in Richtung Handrücken eine Krümmung von 25° bis 30° aufweisen.Das Stabilisierungselement muss so konzipiert werden, dass es Stösse auf das Handgelenk und die Unterseite des Unterarms zu dämpfen vermag.
- Das Stabilisierungselement muss im mittleren Teil eher steif sein.
- Das Stabilisierungselement muss an beiden Enden leicht weniger steif sein als im mittleren Teil. Die Enden des Stabilisierungselementes dürfen nicht scharfkantig und sollen eher grossflächig sein.
- Das Stabilisierungselement muss an der Hand respektive am Handgelenk und am Unterarm fest fixiert sein, wobei die Fixierung stufenlos verstellbar sein muss.
- Das Stabilisierungselement muss temperaturbeständig sein.
- Der Handgelenkschutz
- muss aus hautverträglichem Material gefertigt sein,
- soll die durch das Schwitzen anfallende Feuchtigkeit weitgehend aufnehmen können,
- soll waschbar sein.

Quelle: Leitfaden für die Sicherheit im Schneesport, BfU, Beratungsstelle für Unfallverhütung, Postfach 8236, CH-3001 Bern

Beim Kauf der Ausrüstung sollten Sie sich bei einem Fachsporthändler beraten lassen. Unsere Partner Intersport Reiser und Intersport Forster beraten Sie persönlich und finden das passende Material für jeden Einsatzbereich.

Eine funktionierende und richtig eingestellte Ausrüstung vervielfacht nicht nur den Fahrspaß und Lernerfolg, sondern auch die Sicherheit.

Vor der Saison oder nach dem Kauf gebrauchter Ausrüstung sollten Schuhe, insbesondere Sohle und Schnallen, Bindungen sowie Beläge und Kanten kontrolliert werden. Gerade die Kanten tragen wesentlich zur Sicherheit bei. Sind sie verrostet oder abgerundet, kommt es auf vereisten Pisten zu gefährlichen Rutschpartien. Ein gut gepflegter Belag erhöht die Drehfreudigkeit.
Die Bindungseinstellung hängt vom Körpergewicht, Alter, Körpergröße und der Fahrweise ab und sollte unbedingt mit einem Bindungseinstell-Prüfgerät auf die Funktionsfähigkeit getestet werden. Verlangen Sie den ausgedruckten Beleg mit den Einstellwerten und vergleichen Sie ihn mit den gemachten Angaben.

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